Leistungsspektrum –

Faszienbehandlung – Faszienmassage

Wenn Sie gerne wissen möchten wie eine Faszie aussieht, brauchen Sie sich nur einen rohen Hähnchenschenkel anzuschauen.
Die Haut, die über das Fleisch gezogen ist, ist die Faszien dieses Muskels. Stellen Sie sich vor, wenn diese Faszie jetzt lauter kleine Knötchen hat und somit uneben ist, dann ist doch das Gleiten mit einem anderen Muskeln, der auch eine verklebte Faszie hat, sehr stark erschwert. Wenn man diese Faszien ganz stark vergrößert, erkennt man ein dreidimensionales, feingewebtes Netz, welches sich im Normalzustand gut vom Muskel abheben lässt und dehnbar ist. Ist es verklebt, verliert es seine Elastizität und Dehnbarkeit. Um diese Faszien jetzt wieder geschmeidig zu machen, bedarf es einer Faszien Therapie oder einer Faszien Behandlung. Dies ist sehr schmerzhaft, da die meisten unserer Schmerzrezeptoren sich genau in diesem Bereich befinden. Im Anschluss an die Faszien Behandlung oder auch Faszien Massage genannt, sollte der Muskel der von dieser Faszie umhüllt ist unbedingt gedehnt werden, um das erreichte Ergebnis zu erhalten. Wenn unser Muskelgleichgewicht dann irgendwann wieder hergestellt ist, hat unser Körper gar keinen Grund mehr Schmerzsignale auszusenden. Denn Schmerzen sind nur Signale die darauf hindeuten, dass Schlimmeres bevorsteht.

Wieso wären wir ohne Fasziengewebe nicht lebensfähig?

Der Begriff " Faszien" entstammt dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Band" oder "Bündel". Eine Faszie ist ein dreidimensionales, netzartiges Gewebe, was die einzelnen Organe, Muskeln und Knochen umgibt und zusammen hält. Das Fasziengewebe besteht aus Fasern, Wasser und verschiedenen Klebstoffen. Diese Kombination sorgt für Stabilität, Elastizität und Gleitfähigkeit. Die Faszien ermöglichen geschmeidige Bewegungen der Muskeln und Organe untereinander. Auch Gefäße, Sehnen und Bänder sind von Faszien umgeben. Die Faszien verbinden alle Körperstrukturen miteinander und sind dafür zuständig, dass alles am richtigen Platz im Körper bleibt. Ohne ein Fasziengewebe wären wir gar nicht lebensfähig. Alle Organe, Muskeln und Knochen würden der Schwerkraft nachgeben und durcheinander nach unten rutschen. Dennoch lässt das Fasziengewebe zu, dass sich die Muskeln und Organe verschieben können. Ansonsten wäre zum Beispiel gar keine Zwerchfellatmung, Schwangerschaft oder eine Rotation (Drehung) unseres Körpers möglich.

Es gibt 3 verschiedenartige Faszien mit unterschiedlichen Aufgaben.

  1. oberflächliche Faszien
  2. tiefe Faszien
  3. viszerale Faszien

Die oberflächlichen Faszien liegen im Unterhautgewebe und bestehen insbesondere aus lockerem Fasziengewebe und Fettgewebe. Sie verbinden sämtliche Organe und Gewebe miteinander, speichern Fett und Wasser, dienen als Puffer und ermöglichen die Verschiebbarkeit der Organe.

Die tiefen Faszien umschließen jeden einzelnen Muskel, sämtliche Knochen, Gelenke, Sehnen, Sehnenplatten, Bänder und Gelenkkapseln. Innerhalb des Muskels trennen sie die einzelnen Muskelfasern voneinander, so dass diese nicht aneinander reiben können. Sie sind mit zahlreichen Rezeptoren ausgestattet. Auch eine große Anzahl von Schmerzrezeptoren.

Die viszeralen Faszien sind für die Aufhängung und Einbettung der inneren Organe zuständig. Jedes einzelne dieser Organe ist  mit einer doppelten Faszienschicht ausgestattet. Dieses soll zum Schutz dienen. Viszeralen Faszien schützen z.B. das Gehirn und das Herz.

Nicht nur Bewegungsmangel lässt Faszien verkleben

Damit die Faszien elastisch bleiben, sind sie auf ausreichende Bewegung angewiesen. Trotzdem sollten sie nicht überlastet werden, denn eine Überlastung an Bewegung oder Kräftigung kann genauso wie ein Bewegungsmangel zu einer Faszienverklebung führen.

Sind die oberflächlichen Faszien verklebt kann dieses sich auch auf das Lymphsysthem auswirken. Der Lymphfluss wird ausschließlich durch Muskelbewegung in Gang gehalten. Die Voraussetzung ist aber, dass die Lymphklappen noch funktionsfähig sind. Bei einem Lymphstau ist das Lymphsysthem nicht mehr in der Lage die ganze Lymphe (auch Abfallprodukte genannt) ab zu transportieren. Fibrinogen welches sich in gelöster Form in der Lympe befindet, wird im Gewebe abgelagert und dort zu Fibrin (= Körpereigener Klebstoff) umgewandelt. Die Folge: das Fasziengewebe wird verklebt.

Dieses führt zu Verlust der Flexibilität. Die Bewegungsfähigkeit der betroffenen Muskelfasern ist deutlich eingeschränkt. Gleichzeitig verhärtet das Bindegewebe und es entsteht ein Druck auf die Schmerzrezeptoren. Es entstehen Schmerzen, die nicht auf einem Röntgenbild zu erkennen sind. Deshalb ist bei undefinierbaren Schmerzen auch immer an die Faszien zu denken. Bei Rückenschmerzen sollen bei ca. 80% die verklebten Faszien und nicht die Bandscheiben verantwortlich sein.

Sollten Sie also gelegentlich Schmerzen haben, ohne dass eine genaue Ursache auszumachen ist, könnte dies mit einer Faszienverklebung in Verbindung stehen, so dass auch hier das Aufsuchen eines Faszienspezialisten eine gute Idee wäre.