Kompression und Bandagen

Kompressionen

Durch eine spezielle Erhöhung des Druckes auf die betroffenen Bereiche des Lymphödems wird der Abtransport der lymphpflichtigen Last erheblich gesteigert und somit auch ein Rückfluss der vorangegangenen Lymphdrainage verhindert.

Wer Kompressionsstrümpfe trägt oder fachgerecht Bandagen angelegt bekommt, bei dem wird bereits in Ruhe ca. 50% mehr Flüssigkeit aus den betroffenen Gebieten abtransportiert als ohne Kompressionen. Außerdem wird so der Rückfluss in den betroffenden Bereich verhindert. Besonders bei Bewegung würde ohne verstärkten Druck von außen die Muskulatur die Flüssigkeit nicht nur in Richtung Herz pumpen, sondern auch in das Unterhautfettgewebe, da hier der entsprechende Gegendruck auf die Lymphgefäße fehlt.

Der Druck im Lymphgefäß ist höher als der Druck auf das Gefäß und so kann die lymphpflichtige Last in das Unterhautfettgewebe gelangen. Dieses kann durch eine fachgerechte Kompression oder Kompressionsstrümpfe nach Maß verhindert werden. Die Lymphe folgt dem Weg des geringsten Widerstandes. Der Druck der Kompression muss daher immer Richtung Körpermitte geringer werden.

 

Bandagen (Kompressionsbandagen)

Zuerst wird die Haut gut gepflegt und dann mit einem Schlauchverband umhüllt. Danach ist es wichtig, den gesamten Bereich gut abzupolstern. Am besten eignet sich hier eine Synthetikwatte.

Anschließend verwendet man für die Kompression Kurzzugbinden. Beim Anlegen der Binden achtet man darauf, dass der Druck des Verbandes zum Herzen hin immer geringer wird. Es ist besonders wichtig, dass die Kompressionsbandagen fachgerecht angelegt werden, da durch eine falsche Kompression ein gegenteiliger Effekt erreicht wird.

Falsch angelegte Bandagen schnüren ab und können somit das Ödem verschlechtern. Es gibt jedoch Patienten, die können unter einer genauen Anleitung bzw. Schulung die korrekte Bandagetechnik erlernen und sind dann auch zu Hause in der Lage sich selbst zu helfen.

Einfacher ist es jedoch, wenn man sich Kompressionsstrümpfe nach Maß (flachgestrickt, mit Naht hinten) anfertigen lässt. Hierbei ist es aber unbedingt erforderlich, dass man sich mit seiner Lymphtherapeutin abspricht. Sie weiß, wann der richtige Zeitpunkt da ist, Maß für die individuell angefertigten Strümpfe zu nehmen.

Den meisten Patienten kostet es einige Überwindung, sich für Kompressionsstrümpfe zu entscheiden. Sie sind starr, lassen sich schwer anziehen und sind auch nicht modisch. Wer aber ausgeprägte Beschwerden hat, wird nicht auf diese Art von Kompressionen verzichten können. Im Gegenteil, nach einer Weile fangen die meisten Patienten an, ihre Strümpfe zu lieben und können sich gar nicht mehr vorstellen ohne sie zu sein.

 

Anwendungsbeispiele

- geschwollene Beine
- Lymphödem
- offenen Stellen
- Ulcus
- Wassereinlagerungen

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