Physiotherapie-Lymphdrainage-Chistiane-Loos-Bad-Homburg

Lymphdrainage

Was ist manuelle Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage ist eine besonders sanfte physiotherapeutische Behandlungsmethode. Sie dient dazu, den Abfluss von Gewebsflüssigkeit zu unterstützen und Schwellungen (Ödeme) positiv zu beeinflussen.

Im Unterschied zur klassischen Massage wird bei der Lymphdrainage mit sehr leichtem, rhythmischem Druck gearbeitet. Durch spezielle Grifftechniken mit Wechsel aus Schub- und Entspannungsphasen wird das Lymphsystem angeregt. Ziel ist es, die Pumpleistung der Lymphgefäße zu fördern und den Abtransport von Flüssigkeit im Gewebe zu erleichtern.

Eine Mehrdurchblutung wie bei einer Massage wird dabei nicht angestrebt.


Manuelle Lymphdrainage nach operativen Eingriffen (z. B. Liposuktion)

Nach operativen Eingriffen, wie einer Liposuktion, kann es zu vermehrten Schwellungen, Spannungsgefühlen oder Blutergüssen kommen. In solchen Fällen kann die manuelle Lymphdrainage im Rahmen der physiotherapeutischen Behandlung dazu beitragen, den Flüssigkeitsabfluss zu unterstützen und den Heilungsverlauf begleitend positiv zu beeinflussen.

Durch die sanften Techniken wird das Lymphsystem stimuliert, sodass überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe besser abtransportiert werden kann. Dies kann dazu beitragen, Schwellungen zu reduzieren und das Gewebe zu entlasten.


Unterstützung des Heilungsverlaufs

Die manuelle Lymphdrainage kann außerdem dazu beitragen, den Abbau von Wundflüssigkeit zu unterstützen und das Gewebe zu entlasten. Sie wird häufig als begleitende Maßnahme eingesetzt, um den postoperativen Verlauf möglichst angenehm zu gestalten.


Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)

Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen oder Stauungen wird die manuelle Lymphdrainage in ein umfassenderes Behandlungskonzept eingebettet. Dieses wird als Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) bezeichnet und umfasst:

  • Manuelle Lymphdrainage

  • Kompression (z. B. Bandagen oder Kompressionsstrümpfe)

  • Hautpflege

  • Spezielle Bewegungstherapie

Die MLD ist ein zentraler Bestandteil der KPE.

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KPE (komplex physiologische Entstauungstherapie)

Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist ein physiotherapeutisches Behandlungskonzept und kommt insbesondere bei lymphatischen Erkrankungen zum Einsatz.

Ein wesentlicher Bestandteil der KPE sind sanfte, großflächige und rhythmische Drainagegriffe im Haut- und Unterhautgewebe. Diese Techniken dienen der Unterstützung des Lymphabflusses und werden individuell an die jeweilige Situation angepasst.

Die manuelle Lymphdrainage im Rahmen der KPE wird unter anderem eingesetzt bei:

– geschwollenen Körperregionen

– Lymphödemen

– Flüssigkeitseinlagerungen

– zur begleitenden Behandlung bei Beschwerden im Rahmen lymphatischer Erkrankungen

Bestandteile der KPE sind:

– Manuelle Lymphdrainage

– Hautpflege

– Kompression

– Krankengymnastik

Kompression und Bandagen

Kompressionstherapie bei Lymphödemen

Die Kompressionstherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Lymphödemen und wird häufig ergänzend zur manuellen Lymphdrainage eingesetzt. Durch einen von außen ausgeübten, kontrollierten Druck kann der Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe unterstützt und ein erneutes Nachfließen in die betroffenen Bereiche erschwert werden.

Insbesondere bei Bewegung sorgt die Kompression dafür, dass die Muskelaktivität gezielt in Richtung Körpermitte wirkt. Ohne diesen äußeren Gegendruck kann Flüssigkeit unter Umständen auch in das umliegende Unterhautfettgewebe ausweichen. Eine fachgerecht angelegte Kompression kann diesen Effekt positiv beeinflussen.

Grundsätzlich gilt: Die Lymphe folgt dem Weg des geringsten Widerstandes. Daher wird die Kompression so aufgebaut, dass der Druck körperfern höher ist und zur Körpermitte hin abnimmt.


Kompressionsbandagen

Bei der Anlage von Kompressionsbandagen wird die Haut zunächst gepflegt und mit einem Schlauchverband geschützt. Anschließend erfolgt eine gleichmäßige Polsterung des gesamten betroffenen Bereichs, häufig mit synthetischem Polstermaterial.

Für die eigentliche Kompression werden in der Regel Kurzzugbinden verwendet.

Beim Anlegen ist darauf zu achten, dass der Druckverlauf korrekt aufgebaut wird. Eine unsachgemäße Kompression kann zu Einschnürungen führen und Beschwerden verstärken. Aus diesem Grund sollten Bandagen ausschließlich von geschultem Fachpersonal angelegt oder nach genauer Anleitung selbst durchgeführt werden.

Einige Patientinnen und Patienten erlernen nach entsprechender Schulung die Bandagetechnik und können diese auch zu Hause anwenden.


Kompressionsstrümpfe nach Maß

Eine Alternative zu Bandagen sind maßgefertigte Kompressionsstrümpfe, häufig flachgestrickt und mit Naht. Sie ermöglichen eine gleichmäßige Druckverteilung und sind im Alltag oft praktischer.

Der richtige Zeitpunkt für die Maßnahme ist entscheidend und sollte immer in Absprache mit einer speziell ausgebildeten Lymphtherapeutin erfolgen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Passform und Druckklasse dem aktuellen Befund entsprechen.

Auch wenn Kompressionsstrümpfe anfangs als ungewohnt empfunden werden – etwa durch das feste Material oder das Anziehen – berichten viele Betroffene nach einer gewissen Eingewöhnungszeit von einem deutlich besseren Körpergefühl im Alltag.


Typische Einsatzbereiche der Kompressionstherapie

  • Schwellungen der Beine oder Arme

  • Lymphödeme

  • Flüssigkeitseinlagerungen

  • Hautveränderungen bei chronischen Schwellungszuständen

  • Ulzerationen im Rahmen venöser oder lymphatischer Erkrankungen

Lymphtaping Physiotherapie-Loos-Bad-Homburg

Lymphtaping

Das Lymphtaping ist eine spezielle Form des Tapens und wird häufig ergänzend zur manuellen Lymphdrainage eingesetzt. Es kann sowohl vor als auch nach einer Lymphdrainage angewendet werden und dient der unterstützenden Behandlung bei lymphatischen Beschwerden.

Das Lymphsystem ist ein Gefäßsystem, das unter anderem am Flüssigkeitstransport sowie an immunologischen Prozessen beteiligt ist. Ziel des Lymphtapings ist es, durch die spezielle Anlagetechnik einen sanften Einfluss auf Haut und Unterhaut auszuüben und dadurch den Lymphfluss begleitend zu unterstützen.

In der Privatpraxis für Physiotherapie Christiane Loos in Bad Homburg wird Lymphtaping insbesondere im Rahmen der Nachbehandlung nach Operationen oder Verletzungen eingesetzt. Es stellt eine ergänzende Maßnahme dar und kann im therapeutischen Gesamtkonzept zur Behandlung von Schwellungszuständen sinnvoll integriert werden.

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